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Ich freue mich ueber Dein Interesse. Ich bin ueber 40, verheiratet und habe eine Tochter. Ich schreibe gerne ueber kleine Erlebnisse und finde es schade, das diese nur in der Schublade landen. Ich fuehre diese Geschichten unter der Rubrik: "Kleine Alltagsgeschichten". Meinen Blog habe ich Lernglueck genannt, weil ich gelernt habe das Glueck im Alltag zu finden und eben auch dort zu suchen. Glueck kann einfach sein, auch wenn das Leben schwer ist. Dazu spaeter mehr. Ein wenig Entwicklungsmoeglichkeit moechte ich dieser Seite lassen. Denn alles planen liegt mir nicht. Gerne reagiere ich auf Intuition. Eins moechte ich vermitteln: Freude

Alter: 49
 



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Herbstlaub und Meditation, Teenager und genervte Mamas

Meditation und Teenager passen für sich genommen schon nicht zusammen. In sich ruhend den lieben Gott anbeten, ist von den Gefühlszuständen der jungen Menschen weit entfernt, obwohl es gerade ihnen so gut tun würde. Als ich an einen dieser wunderschönen letzten Herbsttage mit meiner Tochter durch den Stadtwald ging, hat uns Meditation auf wundersame Weise beiden geholfen. Der Tag war perfekt. Der Spaziergang machte uns beiden Freude, von den Hunden gar nicht zu reden. Die Blätterfarben waren überwältigend und eine wahre Pracht. Es gab sogar noch eine Laugenbrezel, warm und herrlich weich ließen wir uns diese schmecken. Dann kam was kommen mußte, von jetzt auf gleich legte meine Tochter den Schalter um. Ich sage dazu nur noch Hormone.... Die Welt ist perfekt, darf sie aber gar nicht sein, das Leben ist schrecklich. Ich hatte den ganzen Rückweg nur Geknatsche. ohne wirklichen ersichtlichen Grund. Dann kam mir eine Eingebung. Wieso reagieren wie immer. En Wort ergibt eh nur das nächste, die Emotionen wachsen, der Tag ist vermiest. Ich setzte mich so wie ich war an den Stadtwaldsee. Beide Hunde zerrten an der Leine, meine Tochter nörgelte, kurz kam mir der Gedanke wie dreckig ich werden würde, dann atmete ich einfach durch. Im Gegensatz zu sonst schloß ich nur kurz die Augen, dann aber betrachtete ich den See und atmete ruhig und bewußt ein und aus. Nicht gerade perfekte Voraussetzungen für eine Meditation. Sofort änderte sich meine Laune. Während ich das Laub im See beobachtete, wurde ich ganz ruhig und zufrieden. Ich machte sogar eine Beobachtung, die mich lächeln lies. In dem See gab es eine ganz leichte Strömung. Einige Blätter trieben eilig voran. Andere Blätter sammelten sich an kleinen Hindernisse und wurden erst später wieder nach vorne getrieben. Ganz andere schwammen schon von sich aus ganz langsam, fast bedächtig. Einige gingen kurz unter, kamen aber wieder hervor...So unterschiedlich der Weg war, beziehungsweise den Weg zu gehen, so gleich war das Ergebnis. Alle Blätter sind in einer Richtung geschwommen. Getragen von einer Kraft, dem gleichen Ziel entgegen. Ich wurde ganz ruhig und zuversichtlich als ich dies merkte und muß sehr glücklich ausgesehen haben. Denn meine Tochter kam zu mir und war wie ausgewechselt. Sie spielte kurz am See, fand noch ein paar Muscheln und wir konnten zufrieden nach Hause gehen. Ein klein wenig war ich sogar stolz auf mich. Es gibt nichts schwierigeres als alte Gewohnheiten abzulegen.
29.10.13 09:33


Schlaflos: die Geister die ich rief

Diese Nacht war mal wieder so eine die man sich im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren schlägt. Gute Nächte habe ich schon lange nicht mehr. Anfangs versuchte ich es mit Lesen und Musik hören. Klappte ganz gut, bis sich die Sorgen verschlimmerten. Gestern noch erzählte mir eine Freundin, sie könne nicht mehr schlafen. Sie würde nachts wach und dann kämen sie, die Sorgen. Tagsüber ginge es noch, aber sobald sie liegen würde, kämen alle Gedanken wieder. Sie mache sich vor allem um ihren Sohn sorgen. Er ist zur Zeit haltlos und in ihrer Zukunftsvorstellung ist sie schon beim Schlafen unter der Brücke angelangt. An diese Freundin musste ich die ganze Nacht denken und an meine Geister. Schlimm sind diese Geister, wenn sie an die Realität, also der tatsächlichen Situation andocken können. Dann sind sie wie ein Virus, vielleicht sogar wie Krebs. Anfangs harmlos spiegeln sie einem nur wieder, was tatsächlich passiert ist. Dann aber fangen sie an, ihre eigene Realität zu entwerfen. Die Geister breiten sich aus, wachsen und entarten. Angst ist ihre Nahrung und verwandelt die Bilder der Nacht in puren Schrecken. Aus einer schlechten Leistung am Arbeitsplatz, wird die Angst den Job zu verlieren. Aus einem nicht geraden Lebensweg, wird die Obdachlosigkeit. Aus einem harmlosen Wind wird der Sturm, jedenfalls für den, der dies durchlebt. Jeder Betrachter aber sieht nur den Wind und so bekommt die Angst noch Nahrung und gedeiht prächtig. So wurde ich krank, denn so ungebremst gelingt es den Geistern auch tagsüber in das Leben einzuziehen und wenn die Hoffnung versiegt, da ja nur noch das Schlimmste passieren kann, dann siegen die Monster und man findet sich in der Losigkeit der Depression. Es gibt immer einen Weg. Ich habe gelernt diese Monster an die Leine zu legen und in das Leben und damit auch an Gott zu glauben. Als ersten Schritt hilft es, die Monster an Tatsachen zu prüfen. Noch mehr hilft es, zu überlegen, was man gegen sie unternehmen kann. Erst das Gefühl der Hilflosigkeit gibt ihnen Nahrung. Dann packt man sich eins und verlegt die Schritte in den Tag. Die Freundin anschreiben, mit dem Chef sprechen, zum Arzt zu gehen......., einen Schritt nach dem anderen. So legt man die Geister, die man rief, wieder an die Kette. Jeden Tag aufs neue. Bis sie wieder ganz klein sind.
22.10.13 09:33


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