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Alltagsgeschichten: Putzen und Einsichten

Eine Fusselrolle, wie sie jeder kennt, hat mir letztens geholfen, menschliche Schwächen mit einem Lachen anzunehmen. Putzen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Um meine innere negative Stimmung zu überwinden, übte ich mich im Hier und Jetzt. Bekanntlich kann dies dazu führen, in jeder Handlung etwas Positives zu sehen und besten Falls zu meditieren. Da man dabei ganz bei sich ist, kann dies tatsächlich zur Freude führen. Klappt oft, nicht immer und selten ist es einfach. Anfangs gelang es mir ganz gut. Bis ich zur schwarzen Stoffcouch meiner Tochter gelangte. Schon bei deren Anblick half mir mein bewusstes Ein - und Ausatmen gar nicht mehr. Ich spürte richtig, wie der Ärger über Rücken und Schultern bis zum Kopf hochkroch. Bei drei Katzen und zwei Hunden ist eine schwarze Couch eine schlechte Wahl, aber erklären sie das mal einem Teenager, der die Farbe gerade total cool findet und eben das Pink abgelöst hat. So begann ich meine Arbeit mit einem gewissen Widerwillen. Mit der Kleberolle, auch unter Fusselrolle bekannt, begann ich meine Arbeit. Ich fing an einer Ecke an, und am Anfang lief es auch ganz gut. Ich hatte fast so etwas wie einen Arbeitsflow, falls man den beim Putzen erreichen kann. Ja, bis es anfing so richtig mühseelig zu werden. Immer wenn man denkt es läuft doch ganz gut, entdeckt man, das Ding ist schon wieder voll, also arbeitsuntauglich. Ich unterbreche meine Arbeit, sehe mir die Rolle an und suche den Anfang, um den Streifen abzuziehen, damit eben diese Klebefläche hervorkommt. Beim ersten Mal gelang mir dies noch ganz gut, beim nächsten Mal fand ich den Ansatz nicht. Genervt wollte ich zu einer neuen Ersatzrolle greifen, konnte die alte aber nicht abstreifen. Erst übte ich mich in Geduld. Gut betrachten, alle Seiten untersuchen, mit den Fingern nach der unebenen Stelle suchen. Dabei immer schön weiter atmen. Die richtige Stelle mußte ja da sein....Irgendwann platzte mir der Kragen. Ich versuchte es mit Gewalt. Ich zog und schüttelte das Ding, ich meine, ich hätte es auch fast geschlagen. Natürlich brachte es nichts, außer Schweiß auf der Stirn. Ruhig dachte ich, ganz ruhig. Irgendwo muß es ja funktionieren. Genau in dem Monent als ich das Ding schon wegwerfen wollte, löste sich die Rolle wie von selbst von der Halterung. Glücklich über diese Wendung konnte ich die neue Rolle aufziehen und mußte vor Erleichterung nur noch lachen, denn alles, aber wirklich alles, erinnerte mich an den Streit mit meinem Mann und ich nahm mir fest vor, es mal mit einem neuem Lösungsansatz zu probieren. Denn es war nur die falsche Richtung, durch die auch alle Macht der Welt, die Rolle nicht abbekommen hätte. Dadurch das es durch Zufall mal eben anders lief, war es plötzlich ganz leicht. Und ich hätte diese Rolle schon fast als untauglich weggeschmissen.....
21.10.13 13:57
 
Letzte Einträge: Kindermund, Schlaflos: die Geister die ich rief


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