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Schlaflos: die Geister die ich rief

Diese Nacht war mal wieder so eine die man sich im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren schlägt. Gute Nächte habe ich schon lange nicht mehr. Anfangs versuchte ich es mit Lesen und Musik hören. Klappte ganz gut, bis sich die Sorgen verschlimmerten. Gestern noch erzählte mir eine Freundin, sie könne nicht mehr schlafen. Sie würde nachts wach und dann kämen sie, die Sorgen. Tagsüber ginge es noch, aber sobald sie liegen würde, kämen alle Gedanken wieder. Sie mache sich vor allem um ihren Sohn sorgen. Er ist zur Zeit haltlos und in ihrer Zukunftsvorstellung ist sie schon beim Schlafen unter der Brücke angelangt. An diese Freundin musste ich die ganze Nacht denken und an meine Geister. Schlimm sind diese Geister, wenn sie an die Realität, also der tatsächlichen Situation andocken können. Dann sind sie wie ein Virus, vielleicht sogar wie Krebs. Anfangs harmlos spiegeln sie einem nur wieder, was tatsächlich passiert ist. Dann aber fangen sie an, ihre eigene Realität zu entwerfen. Die Geister breiten sich aus, wachsen und entarten. Angst ist ihre Nahrung und verwandelt die Bilder der Nacht in puren Schrecken. Aus einer schlechten Leistung am Arbeitsplatz, wird die Angst den Job zu verlieren. Aus einem nicht geraden Lebensweg, wird die Obdachlosigkeit. Aus einem harmlosen Wind wird der Sturm, jedenfalls für den, der dies durchlebt. Jeder Betrachter aber sieht nur den Wind und so bekommt die Angst noch Nahrung und gedeiht prächtig. So wurde ich krank, denn so ungebremst gelingt es den Geistern auch tagsüber in das Leben einzuziehen und wenn die Hoffnung versiegt, da ja nur noch das Schlimmste passieren kann, dann siegen die Monster und man findet sich in der Losigkeit der Depression. Es gibt immer einen Weg. Ich habe gelernt diese Monster an die Leine zu legen und in das Leben und damit auch an Gott zu glauben. Als ersten Schritt hilft es, die Monster an Tatsachen zu prüfen. Noch mehr hilft es, zu überlegen, was man gegen sie unternehmen kann. Erst das Gefühl der Hilflosigkeit gibt ihnen Nahrung. Dann packt man sich eins und verlegt die Schritte in den Tag. Die Freundin anschreiben, mit dem Chef sprechen, zum Arzt zu gehen......., einen Schritt nach dem anderen. So legt man die Geister, die man rief, wieder an die Kette. Jeden Tag aufs neue. Bis sie wieder ganz klein sind.
22.10.13 09:33
 
Letzte Einträge: Kindermund, Alltagsgeschichten: Putzen und Einsichten


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